Erwartungen kennt nur das Sollte-Sein

Samstag, 17. April 2010 @ 05:04 Uhr

Erwartungen eher ein Begriff aus der Soziologie. Erwartungen richten wir meist auf andere. Auf deren Denken, Verhalten und Handeln. Erwartung hat eher wenig Raum. Erwartung fixiert, fokusiert und rastert.
Meist andere Menschen werden mit dem eigenen Denk- und Handlungsraster umlegt, unsichtbar. Dies kann den anderen bekannt sein oder eben auch weniger bekannt. Erwartung hat die Einschränkungen eines Korsetts. Erwartungen intensivieren Beziehungen. Erwartungen machen Beziehungen komplex. Erwartungen machen Zusammenleben nicht leicht.

Nun laufen die Dinge schon mal anders als gedacht. Enntäuschungen gehören zu Erwartungen. Enttäuschungen sind ihr Gewinn. Menschen mit Erwartungen leiden darunter und machen andere für Ihr Leiden verantwortlich. Die anderen wehren sich dagegen, ohne die Ursachen oft zu kennen. Und so baut sich ein komplexes Bezeihungsgebilde auf, das die Erwartungsträgerin und die mit Erwartung umlegten Menschen unglücklich macht und leiden läßt.

Erwartungen lassen die Gegenward außer acht. Erwartungen machen Menschen “blind”, eingeschränkt sichtig. Dabei entgeht der Erwartung der Blick für all das, was sonst noch ist. Gegenward kennt nur das Sein. Erwartung nur das Sollte-Sein. Erwartung hat Ich-Bezogenheit. Erwartung nimmt sich so viel. Erwartung zentriert das ICH.

Erwartung gibt Sicherheit. Erwartung gibt Orientierung. Darin genau liegt die Selbstaussage von Erwartung. Das gibt ihr das so-sein… dürfen.

Alles darf sein. Alles hat seine Berechtigung, sonst gäbe es es nicht. Auch Erwartung darf sein. Und wenn die Zeit reif ist. Werden wir Erwartung aus unserem Dienst würdig verabschieden. Ein andere Fähigkeit wird sich entwickeln und uns begleiten. Wir entwickeln uns weiter und weiter und…


Was macht Abschied?

Freitag, 9. April 2010 @ 02:04 Uhr

Ein langer Zeitraum oder große Distanz, erzeugen Abschied.

Gehen Ausdehnung von Raum oder Zeit über den normalen Denkhorizont des Betrachters hinaus, so erleben wir dies als ein sich verabschieden.

Der, der bleibt, erlebt die Zeit nach dem Abschied als leer, verlassen, allein oder einsam. Für den, der geht ist der Preis der Veränderung, das Alte, das Gewohnte und Vertraute zurückzulassen.

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